Konfirmation in „Corona“

Die diesjährige Konfirmation stand ganz unter dem Einfluss von Corona. Die jungen Leute waren gerade darüber, sich auf den Vorstellungsgottesdienst vorzubereiten. Am Ostermontag wollten sie sich den Gemeinden vorstellen mit dem Thema: „Von der Wiege bis zur Bahre– Kirche und Glauben im Laufe eines Lebens.“ Corona hat das verhindert. Sämtliche Gottesdienste sind von Mitte März bis Mitte Mai ausgefallen. Die Konfirmationen wurden zunächst auf Ende Juli, dann auf Oktober verlegt und schließlich—ganz kurzfristig—am 2. August gefeiert. Der Konfirmationsgottesdienst selbst musste aufgrund der Hygiene– und Schutzmaßnahmen auf Sparflamme gefeiert werden. Gottesdienstzeit maximal 60 Minuten.
Der Einzug der Konfirmanden erfolgte einzeln und mit reichlich Abstand. Auf den Stühlen in der Kirche wurden
zwei Meter Abstand untereinander eingehalten, damit die Konfirmanden*innen ohne Maske singen durften. Die Einsegnung geschah nicht am Altar und unter Handauflegung des Pfarrers, sondern 4 Meter entfernt auf den Altarstufen. Eltern oder Paten standen den jungen Christen zur Seite und legten beim Konfirmationssegen die Hände auf die Schulter oder den Kopf ihres
(Paten-)Kindes.

Und beim Abendmahl? Hier mussten besondere Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Es wurde kein gemeinsamer Kelch herumgereicht. Für jeden Konfirmanden*in gab es einen Einzelkelch. Die Hostien wurden vorher unter Beachtung strenger hygienischer Bedingungen bereitgelegt. Jeder konnte seine Hostie und seinen Kelch von einem kleinen Tisch holen. Gemeinsam wurde – im kleinen Kreis der jungen Leute—Brot und Wein eingenommen.
Diese Konfirmation 2020 war für alle, für Konfirmanden*innen, Eltern und Pfarrer eine besondere Herausforderung. Dennoch: Die übereinstimmende Meinung von Eltern und Konfirmanden*innen: Es war den Umständen entsprechend ein schönes Fest und es war gut, dass wir es so gefeiert haben.

Dieter Gerhäuser,
Pfarrer